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Energienews

Heizung tauschen und Prämie kassieren: Startschuss für eine neue Runde der "Raustauschwochen" (09.03.2018)

Prämie für Heizungsmodernisierer in Berlin, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und dem Saarland

Die Modernisierungsaktion "Raustauschwochen" geht in eine neue Runde. Auf der bautec in Berlin gaben Zukunft ERDGAS, der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), das SHK-Fachhandwerk sowie die Schornsteinfeger den Startschuss für die Modernisierungsaktion. Die Aktion findet in diesem Jahr in sechs Bundesländern in einem Zeitraum von März bis Ende Oktober statt und verspricht Modernisierern eine Prämie von mindestens 200 Euro zusätzlich zur staatlichen Förderung.

Bereits im vergangenen Jahr profitierten Hauseigentümer in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland von der Heizungsmodernisierungsaktion, an der sich regionale Energieversorger und namhafte Gerätehersteller beteiligten. In diesem Jahr wird die Aktion auch auf Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Teile Niedersachsens ausgeweitet. "In deutschen Heizungskellern schlummert ein enormes Energiespar-Potenzial. Drei von vier Heizkesseln sind technisch veraltet. Mit den ‚Raustauschwochen’ setzen wir genau dort an", kommentiert Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS, den Startschuss der Aktion. 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) weist in diesem Zu-sammenhang auf eine gut ausgebaute staatliche Förderlandschaft auch für den einfachen Kesseltausch hin. Denn zusätzlich zur Prämie der "Raustauschwochen" winken Modernisierern u.a. Zuschüsse ab 10 % der Investitionssumme aus staatlichen Förderprogrammen, die von KfW und BAFA im Auftrag des Bundes aufgelegt wurden. "Ohne Wärmewende keine Energiewende. Wir begrüßen die ‚Raustauschwochen’ als einen Baustein, um das Bewusstsein der Verbraucher zu schärfen, Hauseigentümer zu aktivieren, Effizienz in den Heizungskellern zu steigern und somit die Wärmewende voranzubringen", betont Dr. Frank Heidrich, Leiter der Unterabteilung Wärme und Effizienz in Gebäuden im BMWi.

Bereits im vergangenen Jahr feierte die Aktion ihre erfolgreiche Premiere. Mehr als 4.200 Hauseigentümer ersetzten ihre alten Heizkessel im Rahmen der "Raustauschwochen". "Dort werden die neuen Heizungen über ihre zu erwartende Lebenszeit rund 270.000 Tonnen CO2 einsparen", hebt Dr. Timm Kehler den positiven Effekt hervor. 

"Die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird. Moderne Brennwert-Heizungen haben einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als veraltete Heizungstechnik und benötigen für die gleiche Leistung weitaus weniger Brennstoff. Das schont nicht nur das Klima, sondern auch den Geldbeutel. Die ‚Raustauschwochen’ machen eine Umrüstung zusätzlich attraktiv.", verdeutlicht Manfred Greis, Präsident des Aktionspartners Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH).

Andreas Schuh, Obermeister der Innung SHK Berlin, betont, dass dem Handwerk eine Schlüsselrolle bei der erfolgreichen Umsetzung der Energiewende zukommt. Gemeinsames Ziel müsse es sein, die Modernisierungsquote für Heizungsanlagen über 3 % zu steigern.

Auf der Website www.raustauschwochen.de können sich Verbraucher über beteiligte Versorgungsunternehmen ihrer Region informieren und die finanziellen Vorteile kennenlernen. Zudem bieten die teilnehmenden Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerke auf ihren Webseiten ausführliche Beratung zum Heizungstausch, zu Fördermöglichkeiten und zu den Vorteilen der "Raustauschwochen".

Die Prämie im Rahmen der "Raustauschwochen" in Höhe von mindestens 200 Euro ist mit den KfW-Förderprogrammen der Bundesregierung kombinierbar. Viele Versorgungsunternehmen werben vor Ort mit eigenen weiteren Boni, zum Beispiel für eine Öl-Umstellung, einen Gasliefervertrag oder kostenfreien Energieberatungen. Die Aktion läuft bis zum 31. Oktober 2018. Medial und kommunikativ werden die "Raustauschwochen" durch die Brancheninitiative Zukunft ERDGAS begleitet und unterstützt.


Foto: Freuen sich auf die Raustauschwochen 2018 (v.l.): Matthias Trunk (GASAG), Norbert Skrobek (Schornsteinfeger-Innung Berlin), Andreas Schuh (Innung SHK Berlin), Manfred Greis (BDH), Dr. Timm Kehler (Zukunft ERDGAS), Dr. Frank Heidrich (BMWi)

Quelle: Zukunft Erdgas e.V.

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