Die Rohöl- und Heizölmärkte haben in dieser Woche eine regelrechte Achterbahnfahrt erlebt. Zu Wochenbeginn gerieten die Ölpreise zunächst deutlich unter Druck. Auslöser waren Hoffnungen auf Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran sowie die Aussicht auf eine schrittweise Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Brent-Rohöl erreichte sogar den niedrigsten Stand seit mehreren Wochen. Im weiteren Wochenverlauf änderte sich die Stimmung jedoch spürbar. Neue Berichte über schwierige Verhandlungen zur Zukunft der Straße von Hormus ließen die Hoffnung auf eine schnelle Einigung schwinden. Iran fordert nach Medienberichten neue Transitregelungen und Gebühren für den Schiffsverkehr, während die USA diese Bedingungen bislang ablehnen. Damit rückt die Aussicht auf einen uneingeschränkten Schiffsverkehr wieder in weitere Ferne. Die Folge: Die geopolitische Risikoprämie kehrte an den Ölmarkt zurück und die Rohölpreise legten wieder deutlich zu.
Zum Wochenausklang richtet sich der Blick der Finanzmärkte zudem auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht, der heute Nachmittag erwartet wird. Die sogenannten Non-Farm Payrolls gelten als einer der wichtigsten Konjunkturindikatoren weltweit. Sie beeinflussen die Erwartungen an die Zinspolitik der US-Notenbank und damit auch die Entwicklung des US-Dollars. Ein starker Arbeitsmarkt könnte den Dollar stützen und gleichzeitig auf eine robuste Ölnachfrage hindeuten – beides Faktoren, die den Ölpreisen zusätzlichen Auftrieb verleihen könnten.
Für den deutschen Heizölmarkt bedeutet dies, dass sich die zwischenzeitlichen Preisrückgänge der ersten Wochenhälfte zuletzt wieder teilweise umgekehrt haben. Die gestiegenen Rohöl- und Gasölnotierungen spiegeln sich bereits in höheren Heizölpreisen wider
Für Heizölkunden bleibt der Markt damit äußerst volatil. Eine engmaschige Beobachtung des Marktes bleibt unausweichlich, um kurzfristige Preisrückgänge für Nachkäufe zu nutzen.
| Bereich | Schlusskurs 05.08.2026 |
Schlusskurs 06.08.2026 |
Startkurs heute 07.08.2026 |
Veränderung zum Vortag |
Tendenz 07.08.2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L. Standardqualität |
135,24 | 135,67 | 137,39 | 1,3 % | ![]() |
| Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) |
79,73 | 81,78 | 83,71 | 2,4 % | ![]() |
| Wechselkurs (Euro/US-Dollar) |
1,1547 | 1,1522 | 1,1524 | 0,0 % | ![]() |
